{"id":137,"date":"2016-12-12T15:14:32","date_gmt":"2016-12-12T14:14:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.logo-barsinghausen.de\/\/?page_id=137"},"modified":"2017-01-24T15:00:13","modified_gmt":"2017-01-24T14:00:13","slug":"sprechstoerungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.logo-barsinghausen.de\/wordpress\/start\/fachbereiche\/kinder\/sprechstoerungen\/","title":{"rendered":"Sprechst\u00f6rungen"},"content":{"rendered":"<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>St\u00f6rungen der Artikulation<\/strong><\/p>\n<p>Mit St\u00f6rungen der Artikulation werden Schwierigkeiten von Kindern beschrieben, einen Laut richtig zu bilden. Die bekannteste Form ist das &#8222;Lispeln&#8220; bzw. der &#8222;Sigmatismus&#8220;, bei dem die Zunge bei der Artikulation des Lautes \/s\/ zwischen die Z\u00e4hne rutscht. Manchmal ist gleichzeitig eine zu schlaffe Muskulatur im Mundbereich zu beobachten, die auch zu einer funktionellen Schluckst\u00f6rung \/ Myofunktionellen St\u00f6rung f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Dysarthrien<\/strong><\/p>\n<p>Von Dysarthrien spricht man, wenn die Verarbeitung des Sprechens im Gehirn durch z.B. einen Sauerstoffmangel w\u00e4hrend der Geburt oder nach einem Unfall, gest\u00f6rt ist. Die Beweglichkeit der Lippen und der Zunge ist eingeschr\u00e4nkt, dies f\u00fchrt zu einer undeutlichen Aussprache. Gleichzeitig kann ein vermehrter Speichelfluss auftreten, die Stimme ver\u00e4ndert und die Atmung beim Sprechen eingeschr\u00e4nkt sein.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Artikulatorische Entwicklungsdyspraxien<\/strong><\/p>\n<p>Bei artikulatorische Entwicklungsdyspraxien werden Laute fehlerhaft gebildet oder durch andere ersetzt. Die Kinder strengen sich beim Sprechen h\u00e4ufig an und es sieht so aus, als ob sie die richtige Stellung von Lippen, Zunge usw. bei der Artikulation suchen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Welche Redeflussst\u00f6rungen gibt es bei Kindern?<\/strong><\/p>\n<p>St\u00f6rungen des Redeflusses k\u00f6nnen in Form von <strong>Stottern<\/strong> oder <strong>Poltern<\/strong> vorliegen. Redeflussst\u00f6rungen bei Kindern sind sehr verschieden. Meist k\u00f6nnen die Ursachen nicht erkannt werden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Stottern<\/strong><\/p>\n<p>Stottern \u00e4u\u00dfert sich in Form von unfreiwilligen Wiederholungen von Lauten und Silben (&#8222;Babababall&#8220;) sowie als Dehnungen (&#8222;Fffffisch&#8220;) oder Blockierungen von Lauten (stummes Verharren vor oder in einem Wort, wobei Zeichen von Anstrengung sichtbar oder h\u00f6rbar sein k\u00f6nnen: &#8222;&#8212;Tisch&#8220;). Diese Symptome werden Kernsymptomatik genannt, da sie das eigentliche Stottern darstellen. In Kernsymptomen verlieren stotternde Kinder f\u00fcr einen Moment die Kontrolle \u00fcber den Sprechablauf, obwohl sie genau wissen, was sie in diesem Moment sagen wollen. Kinder entwickeln unbewusst Strategien, um solche Symptome zu kontrollieren, z.B.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Ank\u00e4mpfverhalten<\/strong><\/p>\n<p>Das steht f\u00fcr den Versuch, mit erh\u00f6htem Kraftaufwand (z.B. Pressen, lauter werden), &#8222;Tricks&#8220; bei der Atmung (z.B. \u00fcbertrieben aus- oder einatmen, mit zu wenig oder zuviel Luft sprechen) und Mitbewegungen (z.B. starkes Kopfnicken) aus einem Symptom heraus zu kommen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Strategien<\/strong><\/p>\n<p>Strategien, um Stottern vorzubeugen, d.h. Vermeiden von Sprechsituationen bzw. gef\u00fcrchteten W\u00f6rtern oder prophylaktische Ver\u00e4nderung der Sprechweise wie Fl\u00fcstern, Singsang oder &#8222;Tricks&#8220; bei der Atmung (siehe oben.). Wenn Kinder solche Vorbeugungsstrategien verwenden, ist ihnen ihr Stottern bewusst, selbst wenn sie das Wort &#8222;Stottern&#8220; noch nicht kennen.<\/p>\n<p>Psychische Reaktionen wie Sprechangst, Wut oder Trauer \u00fcber das Versagen beim Sprechen, Selbstabwertung als Sprecher, Scham und Hilflosigkeit k\u00f6nnen hinzukommen. Die Lebensqualit\u00e4t kann durch psychische Reaktionen stark beeintr\u00e4chtigt sein, selbst wenn die Kernsymptomatik nur gering ist.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Symptomatik kann auch schon zu Beginn des Stotterns sehr ausgepr\u00e4gt sein, kann aber auch schleichend zunehmen. Typisch f\u00fcr den Verlauf ist der Wechsel von symptomarmen Phasen mit Episoden st\u00e4rkerer Symptomatik. Ebenso typisch ist, dass das Stottern in unterschiedlichen Situationen und bei unterschiedlichen Personen verschieden ausgepr\u00e4gt sein kann.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Poltern<\/strong><\/p>\n<p>Bei Poltern ist die Verst\u00e4ndlichkeit des Gesprochenen durch eine phasenweise \u00fcberh\u00f6hte Sprechgeschwindigkeit mit Auslassungen und Verschmelzungen von Lauten, Silben oder W\u00f6rtern (&#8222;zum Beispiel&#8220; wird &#8222;Zeispiel&#8220;) beeintr\u00e4chtigt. Au\u00dferdem treten viele Satzabbr\u00fcche, Umformulierungen und Floskeln sowie stotter\u00e4hnliche Redeunfl\u00fcssigkeiten auf, so dass trotz des Eindrucks von hoher Sprechgeschwindigkeit oft nur wenig Inhalt vermittelt werden kann.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Bei bewusst verlangsamtem Sprechen reduziert sich die Symptomatik. Das Sprechen kann jedoch nicht langfristig kontrolliert werden. In Verbindung mit Poltern treten h\u00e4ufig Sprachst\u00f6rungen auf (Suche nach W\u00f6rtern, eingeschr\u00e4nkter Wortschatz, St\u00f6rung der Grammatik). Polternde Menschen k\u00f6nnen oft das eigene Sprechen schlecht beobachten &#8211; die St\u00f6rung ist ihnen h\u00e4ufig nicht oder nur ansatzweise bewusst. Manchen f\u00e4llt auch das Zuh\u00f6ren schwer. Poltern wird gesellschaftlich nicht stigmatisiert, der damit verbundene Leidensdruck ist meist gering. Die Behinderung durch die eingeschr\u00e4nkte Verst\u00e4ndlichkeit kann jedoch erheblich sein.<br \/>Stottern und Poltern k\u00f6nnen auch zusammen auftreten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 St\u00f6rungen der Artikulation Mit St\u00f6rungen der Artikulation werden Schwierigkeiten von Kindern beschrieben, einen Laut richtig zu bilden. 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